Behandlung der Adipositas
Das Ziel der Adipositasbehandlung ist das Erreichen eines gesünderen Gewichts. Dazu stehen zahlreiche Methoden zur Verfügung. Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, wird bestimmt durch Ihre körperlichen Aktivität, Ihren Gesundheitszustand, den Grad Ihrer Adipositas und Ihre Bereitschaft, sich lebenslang an einen Plan zur Gewichtsreduktion und -kontrolle zu halten. Zu den nicht chirurgischen und chirurgischen Methoden der Adipositasbehandlung zählen:
- Änderungen der Essgewohnheiten und körperlichen Aktivität
- Verschreibungspflichtige Medikamente zur Gewichtsreduktion
- Chirurgische Gewichtsreduktionsverfahren
Nicht-chirurgische Verfahren (Diät, körperliche Aktivität, medikamentöse Behandlung)
Die konventionellen Therapien zur Gewichtsreduktion umfassen Änderungen der Diät und körperlichen Aktivität sowie die Einnahme von Medikamenten zur Gewichtsreduktion. Bei Anwendung dieser Methoden wird eine Gewichtsabnahme von 5 – 10% des Körpergewichts als erfolgreich betrachtet. Mehr als 90% der auf diese Weise behandelten Patienten haben jedoch innerhalb von 5 Jahren wieder ihr Ausgangsgewicht.1 Ein weiteres Problem ist, dass Arzneimittel zur Gewichtsreduktion häufig störende Nebenwirkungen haben, die für einige Patienten Grund zum Abbruch der Therapie sind.
Chirurgische Methoden
Die Bariatrie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit den Ursachen, der Prävention und der Behandlung der Adipositas beschäftigt. Bariatrische Eingriffe (chirurgische Maßnahmen zur Gewichtsreduktion) sind eine wirksame Behandlungsmethode der pathologischen Adipositas. Sie kann adipösen Patienten helfen, ihr Gewicht beträchtlich zu reduzieren und eventuell ernsthafte Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck rückgängig machen.
Trotz dieser Erfolge können einige bariatrische Eingriffe wie Magen-Bypass und Magenband zu Komplikationen führen, die zusätzliche chirurgische Maßnahmen erfordern. Nach solchen Eingriffen treten zudem unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö auf. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Patienten, die sich als für einen Magen-Bypass geeignet erweisen, auf eine bessere Alternative zu warten. Das abiliti®-System stellt nun eine solche Alternative zur Verfügung.
Mögliche Komplikationen
Eine Studie von Leistungsansprüchen von 2.522 Personen, die sich einem bariatrischen Eingriff unterzogen hatten, zeigte, dass bei 21,9% während des anfänglichen Krankenhausaufenthalts Komplikationen auftraten. Insgesamt 40% hatten in den sechs Monaten nach dem Eingriff Komplikationen bzw. Nebenwirkungen.2 Folgende Komplikationen wurden berichtet:
- Übertritt nicht ausreichend verdauter Nahrung in den Dünndarm (Dumping), verbunden mit Aufgeblähtheit und Diarrhö nach dem Essen, verbessert durch kleinere Mahlzeiten und medikamentöse Behandlung (20%)
- Leckagen an der Operationsstelle (12%)
- Narbenhernien (7%)
- Infektionen (6%)
- Lungenentzündung (4%)
- Die Gesamtmortalität betrug 0,2%.
Zwei der am häufigsten durchgeführten bariatrischen Eingriffe sind der Magen-Bypass und das Magenband. Die Gewichtsabnahme beim Magen-Bypass oder Magenband beruht auf der Beschränkung der Nahrungsmenge und Kalorien, die ein Patient verzehren kann. Beim Magen-Bypass wird die Kalorienaufnahme durch Restriktion des Verdauungstraktes und dadurch bedingte Malabsorption der Nährstoffe limitiert. Das Magenband schränkt die Nahrungsaufnahme ausschließlich durch Restriktion des Verdauungstraktes ein.
abiliti® - ein andersartiges Konzept
Im Gegensatz zu den restriktiven Eingriffen zur Gewichtsreduktion werden mit dem abiliti-System Komplikationen, Nebenwirkungen und die Beeinträchtigung der Lebensweise weitgehend vermieden. Das abiliti-System bewirkt keine physische Restriktion des Verdauungstraktes oder Ihrer Diät. Sie können sich sofort wieder normal und gesund ernähren und es sich auch bei gesellschaftlichen Anlässen außer Haus schmecken lassen, ohne das Auftreten von Übelkeit, Erbrechen oder Diarrhö befürchten zu müssen.
Eine weitere, dem abiliti-System eigene Funktion ist die automatische Erfassung und Aufzeichnung jeder Nahrungsaufnahme und Aktivität. Sie und Ihr Chirurg oder Arzt können diese wichtigen Informationen nutzen, um die angestrebte Gewichtsabnahme erfolgreich in die Tat umzusetzen.
Nicht nur Daten
Ein soziales Netzwerk ist ein wichtiger Teil jeder Strategie zur Gewichtsreduktion. Sie werden zudem mit einer Gruppe ähnlich gesinnter Personen in Kontakt treten können. Dort können Sie Freundschaften schließen und Ressourcen und Zuspruch finden, was Ihnen die Umstellung auf eine gesunde Lebensweise erleichtert – und Sie können dabei Spaß haben.
1 Sjostrom L, et al. Effects of Bariatric Surgery on Mortality in Swedish Obese Subjects. NEJM. 2007;357(8):741-52.
2 Encinosa WE, et al. Healthcare Utilization and Outcomes after Bariatric Surgery. Medical Care. 2006;44(8):706-12.

